Die besten Jira-Alternativen 2026

Vergleich verschiedener Projektmanagement Tools als digitale Kanban-Boards und Task-Karten auf weißem Hintergrund

Wer nach einem leistungsstarken Projektmanagement Tool sucht, stößt unweigerlich auf Jira. Atlassians Platzhirsch dominiert seit Jahren den Markt für Issue-Tracking und agiles Projektmanagement, doch er ist weder für jedes Team das Richtige noch für jedes Budget erschwinglich. Viele Unternehmen klagen über eine steile Lernkurve, eine überladene Oberfläche und Lizenzkosten, die mit wachsender Teamgröße schnell eskalieren. Kein Wunder also, dass 2026 eine neue Generation von Tools reif ist, das klassische Projektmanagement Tool Jira herauszufordern. Dieser Vergleich zeigt, welche Alternativen sich wirklich lohnen, für welche Teamtypen sie passen und worauf Sie bei der Entscheidung achten sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Jira eignet sich primär für erfahrene Entwicklungsteams, für alle anderen gibt es 2026 bessere Alternativen.
  • Linear reduziert Onboarding-Zeit drastisch und ist die bevorzugte Wahl moderner Tech-Startups.
  • ClickUp und Asana vereinen Projektmanagement und Dokumentation und ersetzen damit gleich mehrere Tools.
  • Open-Source-Alternativen wie Plane oder OpenProject bieten volle Datenkontrolle ohne monatliche Lizenzkosten.
  • Der Free-Plan-Test mit einem realen Pilotprojekt ist der sicherste Weg, die richtige Jira-Alternative zu finden.

Warum Teams ein anderes Projektmanagement Tool als Jira suchen

Jira wurde ursprünglich für Softwareentwicklungs-Teams konzipiert und trägt dieses Erbe bis heute mit sich. Das bedeutet: Wer keine Sprint-Backlogs, Velocity-Charts oder komplexe Entwickler-Workflows braucht, zahlt für Funktionen, die sein Team schlicht nie nutzt. Gleichzeitig fehlen in Jira intuitive Werkzeuge für kreative Teams, Marketing-Abteilungen oder Agenturen, die visuelle Boards, flexible Ansichten und einfaches Reporting bevorzugen.

Hinzu kommt die Preisgestaltung. Atlassian hat in den letzten Jahren mehrfach an der Preisschraube gedreht und ältere Server-Lizenzen eingestellt. Wer auf die Cloud-Variante umsteigen musste, erlebt oft deutlich höhere monatliche Kosten, insbesondere ab 50 oder 100 Nutzern. Für Startups und mittelständische Unternehmen kann das die Entscheidung gegen Jira beschleunigen. Ein konkretes Beispiel: Ein Team mit 75 Nutzern zahlt im Jira Standard-Plan bereits deutlich über 500 Euro pro Monat, ohne dass Confluence oder weitere Atlassian-Produkte eingerechnet sind. Wächst das Unternehmen weiter, steigen die Kosten proportional und ohne nennenswerte Rabattstaffelungen im mittleren Nutzersegment.

Schließlich ist da die Usability. Neue Teammitglieder brauchen in Jira oft Wochen, bis sie produktiv arbeiten. Fehlkonfigurierte Workflows, unübersichtliche Boards und ein Plugin-Ökosystem, das schnell unübersichtlich wird, machen die Einführung aufwendig. Besonders in Agenturen oder wachsenden Startups, wo Mitarbeiter schnell ins Tagesgeschäft eingebunden werden müssen, ist diese Einarbeitungszeit ein ernsthafter Wettbewerbsnachteil. Viele der nachfolgenden Alternativen punkten genau hier: mit einem klaren Interface, schnellen Onboarding-Zeiten und einem Funktionsumfang, der sich auf das Wesentliche konzentriert.

Ein weiterer, oft unterschätzter Treiber für den Wechsel ist der kulturelle Wandel in modernen Teams. Remote-Arbeit, flachere Hierarchien und schnellere Produktzyklen verlangen nach Tools, die asynchrone Kommunikation, transparente Priorisierung und flexible Rollen von Haus aus unterstützen. Jira wurde für eine andere Arbeitsrealität gebaut und wirkt in solchen Kontexten mitunter wie ein zu großes Werkzeug für eine zu kleine Aufgabe.

Für Teams, die auf agile Methoden wie Scrum oder Kanban setzen, gibt es 2026 ausgereifte Alternativen, die mindestens gleichwertig, in vielen Punkten aber deutlich zugänglicher sind als Jira.

Die 5 besten Jira-Alternativen im Überblick

Die folgende Auswahl deckt verschiedene Anwendungsfälle ab: von schlank und günstig bis hin zu enterprise-tauglich und vollintegriert. Entscheidend war, dass jedes Tool einen echten Mehrwert gegenüber dem klassischen Projektmanagement Tool Jira bietet und nicht nur eine abgespeckte Kopie darstellt.

monday.com

monday.com hat sich vom reinen Projektmanagement-Tool zur vollständigen Work-OS-Plattform entwickelt. Die visuelle Stärke liegt in der Flexibilität der Board-Ansichten: Kanban, Gantt, Timeline, Kalender und Formular-Ansicht lassen sich je nach Teamtyp kombinieren. Besonders Marketing- und Kreativ-Teams schätzen die Übersichtlichkeit und die niedrige Einstiegshürde.

Im Vergleich zu Jira glänzt monday.com vor allem beim Onboarding: Ein neues Projekt ist in Minuten aufgesetzt, Automatisierungen lassen sich ohne Code-Kenntnisse konfigurieren und die mehr als 200 Integrationen decken gängige Tools von Slack über Google Workspace bis Salesforce ab. Der Basisplan ist für kleine Teams bezahlbar, wird aber ab 20 Nutzern merklich teurer. In der Praxis berichten Teams aus dem Marketingbereich, dass sie Kampagnenprojekte, Redaktionspläne und Agentur-Briefings auf derselben Plattform verwalten, ohne zwischen Tools wechseln zu müssen. Diese Konsolidierung spart Zeit und reduziert Kommunikationsbrüche erheblich.

Linear

Linear ist das Tool der Wahl für Entwicklungsteams, die Geschwindigkeit über Komplexität stellen. Die Oberfläche ist radikal minimalistisch, die Tastaturnavigation ist blitzschnell und der Fokus liegt auf Issues, Cycles (ähnlich Sprints) und Projekten ohne überflüssiges Beiwerk. Viele Tech-Startups und Product-Teams haben Jira in den letzten Jahren zugunsten von Linear verlassen, weil es schlicht schneller und angenehmer zu bedienen ist.

Linear bietet einen großzügigen Free-Plan für kleine Teams und skaliert mit fairen Pro- und Enterprise-Tarifen. Die Git-Integration mit GitHub und GitLab ist nativ und ermöglicht es, Branch-Namen und Pull Requests automatisch mit Issues zu verknüpfen, ohne manuelle Eingaben. Das reduziert den administrativen Overhead für Entwickler spürbar. Wer jedoch ein Tool für Non-Tech-Teams sucht oder komplexe CRM-ähnliche Workflows abbilden möchte, stößt bei Linear schnell an Grenzen.

Asana

Asana ist der vielleicht direkteste Konkurrent zu Jira im Enterprise-Segment. Mit robusten Projekt-Templates, umfangreichen Reporting-Funktionen und einer gut durchdachten Aufgabenhierarchie (Sections, Tasks, Subtasks, Dependencies) eignet es sich für Teams jeder Größe. Besonders stark ist Asana bei abteilungsübergreifenden Projekten, bei denen Sichtbarkeit und Verantwortlichkeit klar geregelt sein müssen.

Gegenüber dem Projektmanagement Tool Jira punktet Asana mit einer intuitiveren Benutzeroberfläche und weniger Konfigurationsaufwand. Die Timeline-Ansicht erinnert an einen klassischen Gantt-Chart und lässt sich ohne Umwege nutzen. Ein typisches Beispiel aus der Praxis ist ein Unternehmen, das Produkteinführungen mit Teams aus Entwicklung, Marketing, Vertrieb und Support koordiniert: Asana erlaubt es, alle Abhängigkeiten zwischen diesen Abteilungen in einer einzigen Timeline sichtbar zu machen und Verantwortlichkeiten eindeutig zuzuweisen. Preislich liegt Asana im mittleren Segment, bietet aber einen funktionalen Gratis-Plan für Teams bis 15 Personen.

Notion

Notion ist streng genommen kein reines Projektmanagement-Tool, hat sich aber durch seine Datenbankfunktionen zu einer ernsthaften Alternative entwickelt. Teams, die Dokumentation, Wikis und Aufgabenverwaltung in einem einzigen Workspace bündeln wollen, finden in Notion eine elegante Lösung. Die Flexibilität ist enorm: Jede Seite kann gleichzeitig Datenbank, Board und Dokument sein.

In der Praxis nutzen viele wissensintensive Teams wie Beratungen, Redaktionen oder Produktteams Notion als Kombination aus Projektboard und internem Wissensportal. Produktspezifikationen, Meeting-Notizen und Aufgabenlisten existieren in demselben System und sind miteinander verlinkt. Der Nachteil gegenüber Jira liegt in der fehlenden nativen Entwickler-Integration. Notion hat keine tiefe Git-Anbindung, kein natives Sprint-Management und keine dedizierten Bug-Tracking-Funktionen. Wer diese benötigt, ist mit Linear oder Asana besser bedient. Für alle anderen ist Notion 2026 eine der leistungsstärksten webbasierten Projektmanagement-Lösungen am Markt.

ClickUp

ClickUp hat den Anspruch, alle anderen Tools überflüssig zu machen, und kommt diesem Ziel tatsächlich näher als jeder andere Mitbewerber. Die Plattform vereint Tasks, Docs, Ziele, Zeiterfassung, Whiteboards und Reporting in einem einzigen Interface. Für Teams, die Jira wegen mangelnder Flexibilität verlassen, ist ClickUp oft die erste Anlaufstelle.

Die Kehrseite ist die schiere Funktionsfülle: ClickUp kann genauso überwältigend wirken wie Jira, wenn es nicht sorgfältig eingerichtet wird. Erfahrene Teams empfehlen, zu Beginn nur eine Handvoll Funktionen zu aktivieren und das System schrittweise auszubauen, anstatt sofort alle Features einzuschalten. Auf diese Weise lässt sich ClickUp als leichtgewichtiges Kanban-Board starten und im Laufe der Zeit zu einer vollständigen Unternehmensplattform ausbauen. Der Gratis-Plan ist für Einstiegsteams attraktiv, und der Unlimited-Plan ist preislich eine der günstigsten Optionen unter den umfassenden Projektmanagement-Plattformen.

Projektmanagement Tool Jira vs. Alternativen: Ein direkter Vergleich

Um die Entscheidung zu erleichtern, lohnt sich ein strukturierter Blick auf die wichtigsten Kriterien. Die folgende Übersicht zeigt, wie sich Jira und seine stärksten Herausforderer in den Kernbereichen verhalten. Beachten Sie, dass die Bewertungen den typischen Anwendungsfall widerspiegeln und je nach individueller Konfiguration variieren können.

Kriterium Jira monday.com Linear Asana ClickUp
Benutzerfreundlichkeit Mittel Hoch Sehr hoch Hoch Mittel
Onboarding-Zeit Lang Kurz Sehr kurz Kurz Mittel
Agile-Features Sehr stark Gut Sehr stark Gut Stark
Preis (ab) 0 € / 10 User 9 € / Nutzer 0 € (Free) 0 € (Free) 0 € (Free)
Non-Tech-Teams Schwach Sehr stark Schwach Stark Stark
Integrationen Sehr viele Viele Mittel Viele Sehr viele

Aus dieser Gegenüberstellung lassen sich einige klare Muster ableiten. Linear und Jira dominieren im Bereich der Agile-Features, während monday.com und Asana bei Benutzerfreundlichkeit und Non-Tech-Eignung die Nase vorn haben. ClickUp versucht in allen Kategorien solide abzuschneiden und gelingt das mit Abstrichen bei der Lernkurve tatsächlich. Für Teams, die einen schnellen, unkomplizierten Einstieg suchen, ist der Vergleich zwischen Onboarding-Zeit und Agile-Features besonders aufschlussreich: Kein Tool vereint beides auf höchstem Niveau, was zeigt, dass eine fundierte Priorisierung der eigenen Anforderungen unerlässlich ist.

Worauf Sie bei der Wahl einer Jira-Alternative achten sollten

Vergleich verschiedener Projektmanagement Tools als digitale Kanban-Boards und Task-Karten auf weißem Hintergrund
Vergleich verschiedener Projektmanagement Tools als digitale Kanban-Boards und Task-Karten auf weißem Hintergrund

Die Entscheidung für ein neues Projektmanagement Tool ist keine rein technische, sondern vor allem eine organisatorische Frage. Wer vorschnell wechselt, riskiert Datenverluste, frustrierte Teams und eine zweite Migration in zwei Jahren. Folgende Faktoren sollten deshalb systematisch geprüft werden, bevor eine finale Entscheidung fällt.

Teamstruktur und Hauptnutzungsfall

Reine Entwicklungsteams, die tief mit Git, CI/CD-Pipelines und Sprint-Retrospektiven arbeiten, werden in Linear oder einem vollwertigen Jira-Nachfolger am besten aufgehoben sein. Teams mit gemischten Profilen aus Entwicklung, Design, Marketing und Operations profitieren dagegen stärker von monday.com, Asana oder ClickUp, weil diese Plattformen abteilungsübergreifende Zusammenarbeit explizit unterstützen.

Wichtig ist auch die Frage der Teamgröße. Sehr kleine Teams unter zehn Personen können mit den großzügigen Free-Plänen von Linear, Asana oder ClickUp jahrelang produktiv arbeiten, ohne einen Cent zu bezahlen. Einen umfassenden Überblick über die kostenlose Projektmanagement Software bietet ein separater Vergleich auf softwaresucher.de.

Migrations- und Integrationsaufwand

Ein oft unterschätzter Faktor ist der Aufwand, bestehende Daten aus Jira zu migrieren. Asana und ClickUp bieten offizielle Jira-Import-Tools, die Issues, Kommentare und Anhänge übernehmen. monday.com und Linear unterstützen ebenfalls CSV-Imports, allerdings mit manuellem Nachbearbeitungsaufwand. Wer einen vollständigen Migrationsleitfaden benötigt, sollte diesen Schritt in einem Pilotprojekt mit einem kleinen Team testen, bevor die gesamte Organisation umzieht.

Ebenso entscheidend sind die Integrationen zu bestehenden Tools. Wer Confluence als Wissensdatenbank nutzt, wird feststellen, dass die Atlassian-Produkte stark zusammenwachsen und ein Ausstieg aus Jira oft auch einen Ausstieg aus Confluence bedeutet. Notion oder ClickUp Docs können hier als Ersatz dienen.

Skalierbarkeit und Enterprise-Tauglichkeit

Für Unternehmen mit mehr als 100 Nutzern oder mehreren Standorten wird die Frage nach Benutzerrollen, Zugriffsrechten, Single Sign-On (SSO) und Audit-Logs kritisch. Asana und monday.com haben sich in den letzten Jahren bewusst als Enterprise-Plattformen positioniert und bieten entsprechende Compliance-Features. Linear hingegen ist eher auf schnelle, autonome Teams zugeschnitten und weniger auf strenge Governance-Anforderungen ausgerichtet.

Wer speziell für Microsoft-lastige Unternehmensumgebungen plant, sollte auch einen Blick auf die nativen Microsoft-Werkzeuge werfen. Planner, Project und Teams sind für viele mittelständische Unternehmen eine kostengünstige Alternative, die tief in die bestehende IT-Infrastruktur integriert ist. Daneben lohnt sich für größere Entscheider ein Blick auf die breitere beste Projektmanagement Software im direkten Vergleich, um Jira-Alternativen kontextbezogen einzuordnen.

Typische Wechselszenarien und welches Tool wann passt

Die Theorie ist eine Sache, die Praxis eine andere. Viele Teams scheitern nicht an der Auswahl des falschen Tools, sondern daran, dass sie die eigene Situation nicht klar genug analysiert haben, bevor sie eine Entscheidung getroffen haben. Die folgenden Wechselszenarien verdeutlichen, welche Alternative in welchem Kontext die überzeugendste Wahl ist.

Szenario 1: Ein Softwareunternehmen mit 20 Entwicklern nutzt Jira seit vier Jahren, klagt aber über langsame Ladezeiten, veraltete UI und mangelnde Entwicklerfreude beim täglichen Arbeiten. Das Team arbeitet nach Scrum mit zweiwöchigen Sprints und nutzt GitHub intensiv. In diesem Fall bietet Linear die überzeugendste Alternative: Die GitHub-Integration ist native und tief, Cycles bilden Sprints präzise ab und das Interface motiviert statt zu ermüden. Die Migration ist in einem Wochenende durchführbar, da Linear CSV-Import und eine wachsende Anzahl an Migrationshelfern aus der Community bietet.

Szenario 2: Eine Marketingagentur mit 30 Mitarbeitenden verwaltet Kundenprojekte, Kampagnen und interne Aufgaben in Jira, das ursprünglich von einem Entwickler eingeführt wurde. Die meisten Mitarbeitenden nutzen nur einen Bruchteil der Funktionen und beklagen sich über Verwirrung bei der Boardkonfiguration. Hier ist monday.com die naheliegende Wahl: Vorlagen für Kampagnenplanung, Kundenreporting und Teamkalender sind in Minuten einsatzbereit, und die visuelle Aufbereitung macht Projektstatus für alle Beteiligten sofort sichtbar.

Szenario 3: Ein mittelständisches Unternehmen mit 150 Nutzern in verschiedenen Abteilungen sucht eine einheitliche Plattform, die sowohl die IT-Abteilung als auch HR, Einkauf und Vertrieb bedienen kann. Jira ist zu entwicklerzentriert, und verschiedene Abteilungen nutzen unterschiedliche Tools ohne gemeinsamen Überblick. In diesem Fall ist Asana die stärkste Empfehlung, da die Plattform abteilungsübergreifende Portfolios, klare Governance-Strukturen und vorkonfigurierte Templates für alle genannten Bereiche bietet. Die Enterprise-Funktionen wie SAML-SSO und erweitertes Reporting sind für diese Unternehmensgröße ebenfalls entscheidend.

Open-Source-Alternativen zu Jira

Nicht jedes Unternehmen möchte auf SaaS-Lösungen setzen. Für Teams mit hohen Datenschutzanforderungen oder dem Wunsch nach vollständiger Kontrolle über die eigene Infrastruktur gibt es leistungsstarke Open-Source-Optionen, die als selbst gehostete Jira-Alternative dienen.

Plane ist 2024 und 2025 stark gewachsen und bietet eine fast vollständige Parität mit Jiras Kernfunktionen, inklusive Issues, Cycles, Modules und einem Kanban-Board, alles unter einer MIT-Lizenz. Der Einstieg ist über Docker möglich und wird von einer aktiven Community unterstützt.

OpenProject ist die etablierteste Open-Source-Alternative mit Gantt-Charts, Zeiterfassung, Budgetplanung und Agile-Boards. Es richtet sich besonders an mittelständische und öffentliche Organisationen, die Wert auf Datensouveränität legen. Eine gehostete Cloud-Version ist ebenfalls verfügbar, falls der Eigenbetrieb nicht gewünscht ist.

Taiga ist eine weitere etablierte Plattform, die speziell auf agile Teams zugeschnitten ist und Scrum und Kanban nativ unterstützt. Die Oberfläche ist angenehm gestaltet und der Funktionsumfang für kleine bis mittelgroße Entwicklungsteams völlig ausreichend. Wer tiefer in die Welt der Open-Source-Projektmanagement-Lösungen einsteigen möchte, findet eine detaillierte Übersicht mit Vergleich der wichtigsten Kandidaten.

Der Nachteil von Open-Source-Tools liegt im höheren Betriebsaufwand: Server-Wartung, Updates und Datensicherungen liegen in der Verantwortung des eigenen IT-Teams. Für Unternehmen ohne dediziertes IT-Personal ist ein SaaS-Anbieter in der Regel die praktischere Wahl. Dennoch lohnt sich die Prüfung gerade dann, wenn Datenschutzgrundverordnung und interne Compliance-Anforderungen einen Verbleib der Daten auf unternehmenseigener Infrastruktur vorschreiben.

Fazit und Empfehlung

Das Projektmanagement Tool Jira ist und bleibt eine solide Wahl für erfahrene Entwicklungsteams mit komplexen Workflows. Doch der Markt hat 2026 deutlich aufgeholt. Wer Einfachheit und schnelles Onboarding priorisiert, ist mit monday.com oder Linear oft besser bedient. Wer Flexibilität und Funktionstiefe sucht, findet in ClickUp eine umfassende Plattform. Asana überzeugt im Enterprise-Umfeld mit starker Governance, und Notion punktet als All-in-one-Workspace für dokumentenlastige Teams. Die Open-Source-Alternativen Plane, OpenProject und Taiga sind eine ernstzunehmende Wahl für datenschutzbewusste Organisationen mit technischer Infrastruktur.

Bevor Sie wechseln, testen Sie Ihren Favoriten mit einem realen Projekt im Free-Plan und binden Sie das Team früh in die Entscheidung ein. Ein Tool, das das Team ablehnt, wird auch das beste Feature-Set nicht retten. Planen Sie außerdem ausreichend Zeit für die Datenmigration ein und definieren Sie klare Erfolgskriterien für den Pilotbetrieb, damit die Entscheidung auf einer soliden empirischen Grundlage steht.

Für einen vollständigen, unabhängigen Marktüberblick mit Bewertungen, Preisinformationen und Nutzerrezensionen lohnt sich ein Besuch auf Softwaresucher, wo Sie Projektmanagement-Tools direkt vergleichen und nach Ihren Anforderungen filtern können.

Häufige Fragen zu Projektmanagement Software

Welche Jira-Alternative eignet sich am besten für kleine Teams?

Für kleine Teams bis etwa 15 Personen sind Linear und Asana die empfehlenswertesten Einstiegsoptionen. Beide bieten großzügige Free-Pläne mit echtem Funktionsumfang, ohne dass Kreditkartendaten hinterlegt werden müssen. Linear überzeugt besonders Entwicklungsteams durch seine Geschwindigkeit und das minimalistische Interface. Asana eignet sich stärker für gemischte Teams, die auch Marketing oder HR einbinden. ClickUp ist eine weitere Option, erfordert aber etwas mehr Einrichtungsaufwand, bevor es produktiv eingesetzt werden kann.

Kann ich meine Jira-Daten in eine andere Software migrieren?

Ja, die meisten führenden Jira-Alternativen unterstützen einen strukturierten Datenimport. Asana und ClickUp bieten native Jira-Import-Assistenten, die Issues, Kommentare, Anhänge und Assignees übernehmen. monday.com ermöglicht CSV-Imports, erfordert aber manuelle Feldmappings. Es empfiehlt sich, die Migration zunächst mit einem Pilotprojekt zu testen, Daten auf Vollständigkeit zu prüfen und das Team mit der neuen Umgebung vertraut zu machen, bevor produktive Projekte vollständig umgezogen werden.

Ist monday.com wirklich eine vollwertige Jira-Alternative für Entwicklungsteams?

monday.com ist für klassische Softwareentwicklungs-Workflows wie Sprint-Backlogs, Story Points und Git-Commits weniger tief integriert als Jira oder Linear. Als vollwertige Projektmanagement-Plattform für cross-funktionale Teams, die auch Entwicklung einschließen, ist es jedoch sehr gut geeignet. Seit 2024 bietet monday.com eine dedizierte Dev-Ansicht mit Sprint-Funktionen, die Entwickler-Teams besser unterstützt als frühere Versionen. Für reine Entwicklungsteams bleibt Linear oder Jira selbst die spezialisiertere Wahl.

Was kostet eine typische Jira-Alternative im Vergleich?

Die meisten Jira-Alternativen beginnen mit einem kostenlosen Plan und bieten bezahlte Tarifen ab etwa 8 bis 12 Euro pro Nutzer und Monat. Jira selbst ist für bis zu zehn Nutzer ebenfalls kostenlos, wird aber ab größeren Teams teurer. ClickUp und Linear gehören zu den günstigsten bezahlten Optionen, während Asana und monday.com im mittleren Preissegment liegen. Enterprise-Tarife mit SSO, erweiterten Berechtigungen und dedizierten Support beginnen typischerweise ab 20 bis 25 Euro pro Nutzer monatlich.

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